Grippewelle in Deutschland: Wie man sich am besten schützt

Grippewelle in Deutschland: Wie man sich am besten schützt

Ganz Deutschland ist von einer seit Monaten andauernden Grippewelle betroffen. In Anbetracht dessen ist besonders beunruhigend, dass sich immer weniger ältere Menschen gegen Grippe impfen lassen. Das zumindest legen aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) nahe.

Fest steht: Seit Oktober 2016 wurden 43.288 bestätigte Grippefälle und 126 Todesfälle in Deutschland gemeldet. 28 der gestorbenen Personen waren älter als 59 Jahre. Häufiger als diese Altersgruppe würden derzeit nur Schulkinder an Grippe erkranken, sagte eine Grippe-Expertin des Robert-Koch-Instituts.

Plötzlich hohes Fieber

Anders als ein grippaler Infekt beginnt die auch „Influenza“ genannte Grippe ganz plötzlich mit hohem Fieber über 38,5 Grad. Die Influenza-Viren gelangen per Tröpfcheninfektion über die Atemwege in die Körperzellen und vermehren sich dort. Es folgen trockener Husten, Glieder- und Muskel-, Kopf- und Halsschmerzen.

Die Symptome gehen mit einem schweren Krankheitsgefühl einher. Bei älteren Menschen kann eine Infektion zu ernsthaften Komplikationen wie einer Lungenentzündung führen.

Wer sich mit einer Impfung vor Influenza-Viren schützen möchte, sollte am besten schon im Herbst zum Arzt gehen und die Impfung jedes Jahr wiederholen. Zum einen hält der Schutz nur für neun bis zwölf Monate. Zum anderen verändern sich die Erreger jedes Jahr. Der Impfstoff wird deshalb immer an die aktuell weit verbreiteten Virusvarianten angepasst.

Grippeschutzimpfung jederzeit sinnvoll

Doch auch jetzt im Februar kann eine Grippeschutzimpfung noch helfen, um den Rest des Winters noch durchzustehen. Zu beachten ist, dass der Wirkstoff mindestens acht Tage braucht, bis er seine volle Kraft im Körper entfaltet.

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) rät Personen ab 60 Jahren sowie Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen und Immunkrankheiten zu einer regelmäßigen Grippeimpfung. Auch bei einer beruflich erhöhten Gefährdung wird sie empfohlen.

Kostenübernahme durch Krankenkassen

Die Impfung an sich kann grundsätzlich jeder Arzt durchführen. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen für alle Versicherten, für die der Impfschutz empfohlen ist. Für privat Krankenversicherte gelten ähnliche Kostenübernahmeregelungen. Einige Arbeitgeber bieten auch eine Impfung durch den Betriebsarzt an.

Den Impfstoff vertragen die meisten Menschen gut. Vereinzelt können Symptome wie Fieber, Frösteln, Übelkeit, Unwohlsein, Müdigkeit, Schwitzen, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen auftreten. Solche Nebenwirkungen klingen jedoch meistens rasch und folgenlos wieder ab.

Wer sich bereits mit den Influenza-Viren infiziert hat, sollte in jedem Falle zuhause bleiben, empfehlen Experten. Natürlich um sich selbst auszukurieren, aber auch, um die Ansteckung von Kollegen zu verhindern.

Viel trinken, vitaminreich essen!

Förderlich für die Gesundung ist außerdem, viel zu trinken, vitaminreich zu essen und, wenn die Beine wieder tragen, einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft zu unternehmen.

Auch auf das sorgfältige Händewaschen sollte man achten, denn es reduziert das Risiko für Infektionskrankheiten erheblich. Ungewaschene Hände übertragen hingegen Millionen von Keimen.