Thema:Experten erklären

Neuro-Covid: Wenn das Coronavirus ins Nervensystem gelangt

In der Regel stehen beim Thema Coronavirus und Covid-19 die Lungenärzte im Fokus. Doch immer häufiger klagen Patienten auch nach scheinbar überstandener Erkrankung über Symptome wie Kopfschmerzen oder eine Beeinträchtigung des Geruchs- und Geschmackssinns.

Für derartige Folgeerkrankungen gibt es mittlerweile auch schon einen Namen: Neuro-Covid. Neurologen beschäftigen sich klassisch damit.

E-Mental-Health-Angebote in Zeiten von Corona: Worauf Jugendliche achten sollten

Corona hat unser Leben gründlich verändert. Die Einschränkungen, die die Pandemie eindämmen sollen, belasten viele Menschen in besonderem Maße. Jeder von uns spürt die Auswirkungen und so müssen natürlich auch Kinder und Jugendliche mit neuen Gegebenheiten im Alltag umgehen: Durch beispielsweise Homeschooling konnten die Schüler nicht mehr in gewohnter Umgebung lernen, sondern waren neuen Herausforderungen ausgesetzt. Auch der neue Schulalltag sorgt für Unsicherheiten, insbesondere hinsichtlich der Abstandsregeln und Hygienevorschriften. Die Sorge, etwas falsch zu machen, und der Wegfall von Lehrern und somit Bezugspersonen, die zur Risikogruppe zählen, stresst viele Schüler. Zudem kommt noch die Angst hinzu, dass Schulen wieder schließen müssen und man selbst erkranken könnte.

Kinderheilkunde: Ein Händchen für die kleinen Patienten

Müssen Kinder oder Jugendliche medizinisch behandelt oder sogar operiert werden, ist die Belastung für die ganze Familie groß. Krankheitsbilder haben früher jedoch noch einen ganz anderen Verlauf angenommen. Professor Dr. Lothar Schweigerer erinnert sich an das Jahr 1974 zurück, als sein bester Jugendfreund an einer Krebserkrankung gestorben ist. „Ihn hätte man heute wohl wieder gesund machen können“, sagt er, „damals war die Krankheit aber leider nicht heilbar.“

Nach Stationen in den USA und als Leiter mehrerer Kinderkliniken in Deutschland ist er jetzt Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Frankfurt (Oder).

Trigeminusneuralgie – „Auch eine OP kann Schmerzfreiheit bringen“

Die Trigeminusneuralgie ist bei vielen Patienten eine schwerwiegende Erkrankung, auch wenn es sich „nur“ um eine sogenannte Schmerzerkrankung handelt.

„Wir sprechen hier von attackenartig auftretenden Gesichtsschmerzen, die ganz plötzlich, meist für wenige Sekunden, auftreten und dann gleich wieder verschwinden“, erklärt Privatdozent Dr. Albrecht Waschke die Leiden seiner Patienten. Er ist Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt. Im Bereich sogenannter minimalinvasiver Neurochirurgie mit endoskopischer Unterstützung ist sein Haus Vorreiter, besonders bei sensiblen Eingriffen rund um den Kopf.

Nicht nur gegen Masern: Dieser Experte erklärt, warum Impfen Leben retten kann

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Maßnahmen, um sich selbst und andere vor ansteckenden Krankheiten zu schützen. Moderne Impfstoffe sind gut verträglich und haben nur in seltenen Fällen unerwünschte Nebenwirkungen.

Auch wenn im Kampf gegen das Coronavirus nach wie vor kein Impfstoff zugelassen ist, sollte nicht vergessen werden, dass es gegen viele lebensbedrohliche Erkrankungen schon heute hochwirksame Impfstoffe gibt.

Seltene Krankheiten: „Die Kurve der neuen Therapien geht exponentiell nach oben“

In Deutschland leiden mehr als eine Million Kinder an einer seltenen Erkrankung. Zudem wird geschätzt, dass es mehr als Sechstausend verschiedene solcher Krankheitsbilder gibt.

Weil reguläre Kinderkliniken meist keine Kapazitäten haben, sich um derartig verschiedene medizinische Spezialfelder zu kümmern, übernimmt diese Aufgabe das Zentrum für seltene Erkrankungen bei Kinder und Jugendlichen in Gießen (ZSEGI). Hier betreuen medizinische Experten und speziell ausgebildete Patienten-Scouts Neugeborene, Säuglinge, Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene.