Arzneimittel-Anamnese: Wie lückenlose Dokumentation im Klinikalltag Leben retten kann

Die Zahl ist alarmierend: Deutschlandweit sterben jährlich bis zu 30.000 Menschen an arzneimittelbezogenen Komplikationen, wie zum Beispiel Überdosierungen oder unerwünschten Wechselwirkungen von Präparaten.

„Pillen, diese kleinen weißen Stückchen, sehen meistens ziemlich harmlos aus“, sagt Dr. Grit Berger, Leitende Apothekerin der Zentralklinik Bad Berka. „Aber sind sie einmal geschluckt, kann man ihre Wirkung nur noch schwer unterdrücken. Das kann sehr gefährlich sein.“ Aus Erfahrung weiß die Expertin auch: Viele Menschen sind sich der Tragweite einer falschen Einnahme von Medikamenten nicht bewusst.

Ein sinnvolles Konzept, um derartige Probleme zu verhindern, ist die sogenannte Arzneimittel-Anamnese, für die Frau Dr. Berger Expertin ist. Die Mission ihres 6-köpfigen Apotheker-Teams beschreibt sie so: „Der richtige Patient bekommt zur richtigen Zeit das richtige Medikament in der richtigen Dosierung und in der richtigen Darreichungsform.“

Diese Dinge gehören in eine gut sortierte Reiseapotheke

Wer eine Reise plant, sollte für unvorhergesehene Zwischenfälle auch das ein oder andere Arzneimittel mit in den Koffer packen. Diesbezügliche Empfehlungen gibt Dr. Grit Berger. Sie ist Leitende Apothekerin an der Zentralklinik Bad Berka. Im Interview spricht sie über die Wichtigkeit des Impfpasses, Wasserentkeimungstabletten und die richtige Lagerung von Medikamenten.

Tabuthema Endometriose: „Endlich tut sich da etwas!“

Die Endometriose bringt für eine große Anzahl an Frauen oft unerträgliche Schmerzen mit sich. Auch wenn die Krankheit seit Langem bekannt ist, wurde sie häufig tabuisiert.

Eine Tendenz, die sich zum Glück seit einiger Zeit umkehrt: Betroffene Frauen fühlen sich ermutigt, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und ärztliche Hilfe zu suchen.

Lebensmittelallergien – Klarheit ins Begriffschaos

Darf ich Gluten oder Erdnüsse essen? Oder soll ich lieber ganz darauf verzichten? Solche Fragen hört Tobias Trautvetter oft. Er ist Diplom-Trophologe und an der Zentralklinik Bad Berka als Diabetes- und Ernährungsberater tätig. Was den meisten Menschen, die über Ernährung sprechen, nicht immer klar ist: Es gibt große Unterschiede zwischen einer Allergie und einer Intoleranz.

Die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen: Der passende Stammzellenspender

Wenn im Zentrum für Transfusionsmedizin und Hämotherapie am UKGM Gießen zwei Menschen „gematcht“ werden, geht es nicht etwa um eine Dating-App, es geht um Leben und Tod. „Wir sprechen von einem ‚Match‘, wenn die Sucheinheit für einen Blutkrebspatienten einen potenziellen Stammzellenspender gefunden hat“, erklärt Katja Müller und deutet dabei auf den Computerbildschirm in ihrem kleinen Büro. Darauf zu sehen sind zwei Kennnummern – eine für den Spender und eine für den Patienten – sowie zwei Tabellen mit Zahlen und Buchstabenkombinationen. Sind sie identisch, dann haben sich zwei gefunden – ein Sterbenskranker und sein potenzieller Lebensretter.