Darmkrebs – Warum Vorsorge so wichtig ist

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Das Robert-Koch-Institut spricht von jährlich rund 60.000 Menschen, die direkt betroffen sind. Gleichzeitig legen Studien nahe, dass Vorsorgeuntersuchungen in diesem Bereich noch viel zu wenig wahrgenommen werden. Dabei gehört die Darmspiegelung zu den anerkannt wirksamsten Krebsvorsorge-Untersuchungen überhaupt. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum senkt sie das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken oder zu sterben, drastisch.

Alzheimer-Demenz: Wie eine Sprechstunde dabei hilft, Ängste abzubauen

Die Sprechstunde von Privatdozent Dr. Axel Weber ist unter anderem für Menschen gedacht, die Angst davor haben, an Alzheimer-Demenz zu erkranken. Als einer der kommissarischen Leiter des Institut für Humangenetik des Universitätsklinikum Gießen und Marburg am Standort Gießen bietet er genetische Beratung an und eröffnet Menschen die Möglichkeit, feststellen zu lassen, ob familiäre Risikofaktoren für eine Alzheimer-Erkrankung vorliegen, oder nicht.

Gespräche von existenziellem Inhalt, viele Emotionen und Ängste – all das erlebt der Experte seit vielen Jahren. Im Gespräch mit dem RHÖN-Gesundheitsblog berichtet Dr. Weber über den aktuellen Stand der Demenz-Forschung und gibt Ratschläge, wenn die Krankheit oder die Angst vor der Krankheit das Leben bestimmt.

Upgrade für die Neugeborenen-Untersuchung: Kampf der Spinalen Muskelatrophie

Statistisch gesehen leidet eines von 7.000 Neugeborenen weltweit an der sogenannten Spinalen Muskelatrophie (SMA). Diese Erbkrankheit, die Nervenzellen schädigt, welche für die Bewegung der Muskulatur, einschließlich der Atemmuskulatur, zuständig sind, gehört zu den seltenen Krankheiten. Über mehr als 100 Jahre starben die meisten betroffenen Babys schon nach wenigen Monaten. Schon deshalb war es Expert:innen der Kinderheilkunde schon immer ein besonderes Anliegen, diese tückische Erkrankung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Am 1. Oktober ist dieser Wunsch für das Universitätsklinikum Gießen und Marburg in Erfüllung gegangen: Am dort ansässigen Zentrum für Seltene Erkrankungen können solche Kinder nun frühzeitig behandelt werden, da die Spinale Muskelatrophie deutschlandweit in das sogenannte Neugeborenen-Screening aufgenommen worden ist und nach Jahren der intensiven Forschung behandelbar ist.

Therapiehündin Lenny im Einsatz gegen Depression und Angststörung

Die meisten Menschen mögen Hunde. Sie gelten als treue Begleiter und aktive Spielkameraden. Was viele nicht wissen: Auch im Alltag einer Klinik können sie eine bedeutende Rolle spielen.

Zum Beispiel an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Gießen. Hier nämlich bildet Physiotherapeutin Nadine Jänisch derzeit ihre Welpen-Hundedame Lenny aus. Damit diese im Rahmen der sogenannten Tiergestützten Therapie in Zukunft Patient:innen beim Genesungsprozess unterstützen kann. Aber was kann ein Hund besser als ein Mensch?

Prüfen – Rufen – Drücken!

Traurig, aber leider wahr: In einer Notfallsituation traut sich die Mehrheit der deutschen Bevölkerung nicht, Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen – und das schon seit Jahren. Grund hierfür ist in den meisten Fällen die Angst, beim Helfen etwas falsch zu machen, die Situation noch zu verschlimmern, oder gar für eventuelle Fehler haftbar gemacht zu werden.

Corona hat die Lage noch verschärft, denn vielerorts konnten aufgrund der Kontaktbeschränkungen keine Erste-Hilfe-Kurse angeboten werden. Dazu kommt die Angst, sich als Ersthelfer mit Corona anzustecken.

Mit einigen Mythen und Vorurteilen möchte Dr. Michael Dinkel, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am Campus Bad Neustadt, aufräumen: „Niemand braucht Angst davor zu haben, Fehler zu machen. Der einzige wirklich gravierende Fehler ist, nichts zu unternehmen.“