Physikalische Therapie – mit Bädern, Wickeln und Co. gegen medizinische Beschwerden

Nach einer Massage fühlt sich jeder wohl. Was Martin Scheuplein mit seinen Händen leistet, geht aber weit über die Wellnessbehandlung hinaus: Er ist Masseur und Medizinischer Bademeister an der Neurologischen Klinik am Campus Bad Neustadt.

„Schaufensterkrankheit“: So kann Gefäßverkalkung behandelt werden

Krankhafte Gefäßveränderungen können Menschen in ihrem Alltag massiv beeinträchtigen. Spätestens dann, wenn es den Betroffenen nicht mehr möglich ist, wenige hundert Meter ohne Schmerzen zu gehen, ist es an der Zeit, einen Spezialisten aufzusuchen.

Einer von ihnen ist Arzou Agaev. Er ist Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie des RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt, die zu den leistungsstärksten Einrichtungen in Deutschland zählt. Im Gespräch mit dem RHÖN-Gesundheitsblog erklärt der Experte, was man unter der bei Durchblutungsstörungen oft diagnostizierten „Schaufensterkrankheit“ versteht, wer besonders betroffen ist – und wie man das Leiden bestmöglich behandelt.

Hepatitis: „Die Leber leidet still“

Viele Lebererkrankungen werden durch eine Infektion mit Hepatitis-Viren oder anderen Viruserkrankungen hervorgerufen und können über lange Zeiträume hinweg schleichend verlaufen. Und zwar ohne dass Betroffene unter nennenswerten Beschwerden leiden. Diese sogenannten chronischen Virus-Hepatitiden stellen ein großes globales Gesundheitsproblem dar.

Am 28. Juli erinnert die World Hepatitis Alliance (WHA) mit dem Welt-Hepatitis-Tag daran, dass die meisten der Hepatitis-Typen anhand von Früherkennungsuntersuchungen gut diagnostiziert und therapiert werden können: „Hepatitis kann nicht warten!“, lautet der Appell.

Problematisch ist grundsätzlich die Tatsache, dass eine kranke Leber nicht unbedingt wehtut und die Lebererkrankung unterschiedlichste Gründe haben kann. „Selbst wenn man lebererkrankt ist, hat man oftmals sehr unspezifische Symptome. Oder man merkt es gar nicht. Die Leber leidet still“, sagt Dr. Sonja Gehring im Gespräch mit dem RHÖN-Gesundheitsblog.

Sie leitet die Leberambulanz des Zentrums Innere Medizin am Universitätsklinikum Gießen und Marburg am Standort Marburg und beschäftigt sich täglich mit erhöhten Leberwerten von Patient:innen:

„Die Frage, ob erhöhte Leberwerte über einen Zeitraum von drei Monaten normal sind, lässt sich ganz einfach mit Nein beantworten!“

13-jährige Patientin aus der Ukraine wird am UKGM behandelt: „Wir haben jeden Tag Angst“

Seit ihrem fünften Lebensjahr braucht Elisaveta ein mobiles Beatmungsgerät, das sie mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt. Tag und Nacht. Raketenangriffe nahe ihrer Heimatstadt in der Zentralukraine, die Zerstörung von Infrastruktur und zunehmende Stromausfälle bei der Beatmung machten die Versorgung zuhause irgendwann unmöglich. Ohne eine gesicherte Sauerstoffversorgung bestand für die 13-Jährige Lebensgefahr. Ihre Mutter Alla setzte alle Hebel in Bewegung, um ihr krankes Kind in Sicherheit zu bringen.

Operation Takeover: Pflege-Azubis proben den „Ernstfall“

Theorie ist das eine, Praxis das andere. Dass das kein plattes Sprichwort ist, haben die Auszubildenden der Campus-Akademie des RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt kürzlich sehr direkt erfahren können.

Im Rahmen einer Projektwoche hat Kurs 54 nämlich sieben Tage lang eine normalerweise von etablierten Kolleg:innen geführte Pflegestation übernommen. Die Damen und Herren, die nach zweieinhalb Jahren Ausbildung in wenigen Monaten ihren Abschluss machen, waren also zum ersten Mal fast komplett auf sich alleine gestellt. Ein Experiment, das Liebe zum Patienten, Teamgeist und Geduld gefordert hat, sagt die Leiterin der Campus-Akademie, Katrin Manzau, im Gespräch mit dem RHÖN-Gesundheitsblog.

Rückenschmerzen: Jede Art von Bewegung und Training ist erstmal gut

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit, die unterschiedlichste Ursachen haben kann. Da braucht es Experten wie Dr. Thilo Hennecke und sein Team, die aus langjähriger Erfahrung alle Formen der Erkrankung kennen.

Er ist Chefarzt der Klinik für Orthopädie am Gesundheits-Campus Klinikum Frankfurt (Oder) und hat gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Frank Hoffmann, der das Fachgebiet Unfallchirurgie abdeckt, das Zentrum für Muskulo-Skelettale Medizin gegründet, das sich unter anderem mit dem Themenkomplex Wirbelsäulenerkrankungen beschäftigt.

Ihr erklärtes Ziel: Gemeinsam mit den Neurochirurgen jeder Patientin und jedem Patient mit Rückenschmerzen bestmöglich zu helfen. „Viele Betroffene sind sie in ihrem Leben sehr eingeschränkt“, sagt Dr. Hennecke: „Einfach deswegen, weil sie große Schmerzen haben, wenn sie sich längere Zeit bewegen.“