Das Wichtigste zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Das Wichtigste zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Viele Menschen sind angesichts der Ausbreitung des Coronavirus unsicher und wenden sich mit allerlei Fragen an unsere Krankenhäuser. Die neuartige Lungenkrankheit – verursacht durch das sogenannte Coronavirus (SARS – CoV-2) – breitet sich seit Ende Dezember in zahlreichen Ländern aus. Mittlerweile werden auch in Deutschland täglich neue Infektionsfälle nachgewiesen.

Wir verstehen die Sorgen, die sich derzeit viele Menschen machen. In diesem neuen Beitrag im RHÖN-Gesundheitsblog möchten wir Ihnen daher die wichtigsten bisher bekannten Fakten zu SARS – CoV-2 erläutern und Ihnen die wichtigsten Verhaltensregeln an die Hand geben.

 

Wie wird das neue Virus übertragen?

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?

Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern sind – wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen – das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene, sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter). Auch aufs Händeschütteln sollte verzichtet werden.

Die wichtigsten Hygienetipps:

  1. Halten Sie ausreichend Abstand zu Menschen, die Husten, Schnupfen oder Fieber haben – auch aufgrund der andauernden Grippe- und Erkältungswelle.
  2. Niesen oder husten Sie in ein Taschentuch oder in die Armbeuge. Verwenden Sie am besten ein Einmaltaschentuch – und entsorgen Sie es gleich nach dem Gebrauch in einem Mülleimer mit Deckel oder, wenn Sie ein Stofftaschentuch verwenden, in eine Wäschebehälter mit Deckel.
  3. Halten Sie die Hände vom Gesicht fern – vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren.
  4. Waschen Sie regelmäßig und ausreichend lange (mindestens 20 Sekunden) Ihre Hände mit Wasser und Seife – insbesondere nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten.

 

Welche Krankheitszeichen treten auf?

Wie andere Erreger von Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall.

Bei einem schweren Verlauf können Atemprobleme oder eine Lungenentzündung eintreten.

Von einer Ansteckung mit dem Virus bis zum Auftreten der ersten Krankheitszeichen kann es bis zu 14 Tage dauern.

Was sollte ich bei Krankheitszeichen tun?

Zeigen sich bei Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, in dem bereits Erkrankungsfälle mit dem neuartigen Coronavirus aufgetreten sind, innerhalb von 14 Tagen die oben beschriebenen Krankheitszeichen, sollten sie diese unbedingt ärztlich abklären lassen.

Betroffene sollten sich telefonisch an den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) oder ihren Hausarzt wenden und das weitere Vorgehen besprechen, bevor sie in die Praxis, die Klinik oder die Notaufnahme gehen.

Bitte vermeiden Sie unbedingt unnötige Kontakte zu weiteren Personen und bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich fürchte, mich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben, oder wenn ich aus einer Region zurückkehre, in denen es zu Übertragungen gekommen ist?

Betroffene sollten sich telefonisch entweder an den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117), ihren Hausarzt oder das für sie zuständige Gesundheitsamt wenden. Diese geben Ihnen Hinweise zum weiteren Verhalten.

Muss ich mich auf eine SARS-CoV-2 Infektion testen lassen?

In der Regel entscheidet der Arzt, ob ein Test auf das Vorliegen einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 gemacht werden muss, hierzu gibt es die Empfehlung des Robert-Koch-Institutes für ein einheitliches Vorgehen, da sowohl der Verdacht, als auch die durch die Labortests bestätigten Fälle an das Gesundheitsamt gemeldet werden müssen.

Wie wird das Virus behandelt?

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer. Die Behandlung erfolgt wie bei anderen viralen Atemwegsinfekten symptomatisch. Im Zentrum stehen hierbei die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes. Eine spezifische, gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit nicht zur Verfügung.

Gibt es einen Impfstoff?

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung. Verschiedene Forschungseinrichtungen und Institute arbeiten daran, u. a. die Virologen unseres Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM). Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, ist derzeit nicht absehbar.

Im F. A. Z. Podcast „Impfstoff gegen Coronavirus: Wettlauf gegen die Zeit“ spricht hierzu der Wissenschaftler Prof. Stephan Becker, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Marburg, der mit seinem Team seit Wochen im Labor auf der Suche nach einem Impfstoff ist.

 

Weitere Informationen

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht tagesaktuell die neuesten Erkenntnisse, Einschätzungen und Verhaltensregeln zu SARS-CoV-2. Auch die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung bietet eine tagesaktuelle und gut strukturierte Übersicht.

Auch das Erklärvideo der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) enthält zahlreiche Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Weitere Informationen von Herrn Prof. Dr. med. Griewing, Vorstand Medizin zum Umgang der RHÖN-KLINIKUM AG mit der Corona-Pandemie.

 

 

Wichtige Links

 

Wichtige Telefonnummern

  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117 
  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland 0800 011 77 22
  • Einheitliche Behördenrufnummer 115 (www.115.de)
  • Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon) 030 346 465 100