Ambulantes OP-Zentrum: Neues Angebot am Campus Bad Neustadt

Ambulantes OP-Zentrum: Neues Angebot am Campus Bad Neustadt

Das Ambulante OP-Zentrum ist eines der Herzstücke des grundlegend neu gestalteten Gesundheitsgeländes des RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt.

Der Idee folgend, dass ambulante im Gegensatz zu stationären Operationen für Patienten oftmals erhebliche Vorteile mit sich bringen, sorgen hier Experten verschiedener Fachrichtungen für bestmögliche medizinische Versorgung.

„Grundsätzlich können dank fortschrittlicher Operationstechniken und moderner Narkoseverfahren heutzutage auch größere chirurgische Eingriffe problemlos ambulant durchgeführt werden”, sagt Dr. Jörn Weymann, Chefarzt des Ambulanten OP-Zentrums.

Statt eines mehrtätigen Klinikaufenthalts können die Patienten also schon wenige Stunden nach der Operation wieder nach Hause entlassen werden.

Im Gespräch mit dem RHÖN-Gesundheitsblog erzählt Dr. Weymann von den Vorteilen seiner Einrichtung für Patienten, und berichtet von deren Feedback.

Das Gesundheitssystem wandelt sich derzeit grundlegend, wie die meisten anderen Branchen auch. Gewinnen hierdurch auch Ambulante Zentren wie das Ihre an Bedeutung?

Wir sprechen hier von einem echten Paradigmenwechsel. Die stationäre Behandlung wird künftig erheblich zurückgehen. Fakt ist, dass wir hier am Standort Bad Neustadt unseren Patienten auch im ambulanten Bereich Medizin auf höchstem Niveau bieten. Wir haben also selbstverständlich die gleichen hohen Standards wie im stationären Bereich.

Und wie beurteilen Ihre Patienten diese Entwicklung?

Prinzipiell habe ich den Eindruck, dass immer mehr Patienten eine unkomplizierte ambulante Behandlung bevorzugen. Unsere Erfahrung hier am Ambulanten OP-Zentrum ist, dass die allermeisten Patienten nach einem Eingriff gerne direkt nach Hause gehen möchten. Besonders natürlich dann, wenn sie mitkriegen, dass der geplante medizinische Eingriff wenig komplikationsreich ist. Gerade bei Kindern ist das so, die sich in Krankenhäusern ja doch meist eher unwohl fühlen. Aber auch älteren Menschen tut es gut, nicht abrupt und längerfristig aus ihrem Zuhause herausgerissen zu werden. Und wichtig ist das insbesondere auch für delirgefährdete oder demente Patienten.

Wie würden Sie Ihr Ambulantes OP-Zentrum beschreiben?

Rein formal gesehen sind wir eine Einrichtung zum ambulanten Operieren. Wir führen sogenannte „stationsersetzende Eingriffe“ durch, die uns von den Fachkliniken am Campus, also bisher konkret der Handchirurgie, Fußchirurgie, Unfallchirurgie oder Gefäßchirurgie, zugewiesen werden.

Die Patienten stellen sich also zunächst in der jeweils relevanten Klinik vor?

Richtig. Dort werden sie auch untersucht. Wird festgestellt, dass operiert werden muss, und kann dies auch ambulant getan werden, werden wir im Ambulanten OP-Zentrum tätig.

Wie lange dauert denn ein durchschnittlicher Eingriff bei Ihnen?

Das geht meistens ziemlich schnell, so um die 30 Minuten. Natürlich auch, weil die meisten Eingriffe für unsere Spezialisten recht unkompliziert sind. Die längsten Eingriffe dauern bis zu zweieinhalb Stunden.

Worin unterscheiden sich Eingriffe, die Sie ambulant durchführen, von solchen, die nach wie vor stationär erfolgen müssen?

Die meisten Eingriffe kann man grundsätzlich ambulant durchführen, wenn der Patient kein ausgeprägtes Risiko mitbringt, was eine nachfolgende Dauerüberwachung nötig machen würde. Das ist zum Beispiel im Bereich der Herzchirurgie nahezu regelhaft üblich. Grundsätzlich führen wir hier am Ambulanten OP-Zentrum Eingriffe durch, bei denen der Patient abends oder spätestens nach einer Nacht Aufenthalt in einer entsprechenden Nachsorgeeinrichtung wieder zuhause ist. Das funktioniert natürlich nur, weil wir sehr darauf achten, dass der Eingriff für den Patienten gut verkraftbar ist. Und das ist ausdrücklich eine Teamleistung vieler Experten hier in der Klinik.

Über welche Art von Eingriffen sprechen wir hier in erster Linie?

Hauptsächlich von chirurgischen Eingriffen im Bereich der Hand- und Fußchirurgie. Typische Eingriffe wären zum Beispiel auch Metallentfernungen in der Unfallchirurgie nach einer Frakturbehandlung.

Welche Experten führen aktuell bei Ihnen Eingriffe durch?

Unsere Patienten können auf eine fachärztliche Versorgung mit hoher Expertise zählen. Im Moment haben wir Hand- und Fusschirurgen, Unfallchirurgen und Orthopäden im Ambulanten OP-Zentrum, außerdem Gefäßchirurgen, und zukünftig auch die Elektrophysiologen der Kardiologie. Mit weiteren Bereichen stehen wir bereits in Kontakt um das Angebot für unsere Patienten zu erweitern.

Haben Sie den Eindruck, dass die ambulante Versorgung Ihren Patienten zusagt?

Ich freue mich sagen zu können, dass das Feedback sehr positiv ausfällt. Wir erleben es immer wieder, dass Patienten sich nach ihrer Behandlung mit einem persönlichen Brief bei uns bedanken. Das sagt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Ihr Experte für ambulante Operationen:

 

 

 

 

Dr. Jörn Weymann

Chefarzt des Ambulanten OP-Zentrum 

am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt